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Abschied nehmen

Abschied nehmen

Streng genommen sollte ich nur über den letzten Tag und den Rückflug schreiben, aber da das Abschied nehmen schon am Abend davor begonnen hat und dies meiner Meinung nach ein wichtiger Teil der Abreise ist, habe ich mich dazu entschieden mit dem Abend des 11.03. anzufangen.
Viele von uns haben sich am Abend noch bei Sam (dem Partner von Leonard) getroffen um ein letztes Mal in den Staaten außerhalb der Schule Zeit miteinander verbringen zu können. Es endete bei einigen mit vielen Tränen, wieder andere sahen hingegen recht glücklich aus. Mir persönlich war absolut nicht nach Weinen zu mute, einerseits weil wir uns ja am nächsten Tag wieder sehen würden und andererseits weil all die Erinnerungen und Erfahrungen die wir miteinander teilen für mich viel präsenter waren als der Fakt, dass wir bald voneinander Abschied nehmen mussten.
Nach vielen Tränen und Umarmungen ging es dann ab nach Hause. Der nächste Morgen begann direkt damit mich von meiner Gastfamilie zu verabschieden. Das fiel meiner Meinung nach besonders schwer, da man sich gut um mich gekümmert hat und man sich nicht damit trösten kann, dass man alle ja in ein paar Wochen wieder sieht.
Dann ging es für einen halben Schultag nochmal in die Schule. Die 2. Stunde war für viele eine Freistunde, welche wir dazu genutzt haben noch ein letztes Mal zum Coffeeshop Caribou zu fahren um anschließend zur offiziellen Verabschiedung zu gehen. Es gab wieder viele Tränen und viele Umarmungen, aber es gab auch viel Gelächter und es wurden sich allerlei Versprechungen gemacht. Als Abschiedsgeschenk gab es für jeden ein kleines Plakat mit einem Foto und Platz für Nachrichten die wir uns gegenseitig hinterlassen haben. Hier möchte ich mich nochmal herzlich bei Frau Wacker bedanken, die dies vorbereitet hat.

Nach noch einigen Umarmungen mehr sind wir schlussendlich in den Bus gestiegen um zum Flughafen zu fahren und konnten aus dem Fenster einige der Amerikaner sehen, die auf einen Schneehaufen geklettert sind um uns noch zu winken zu können.

Am Flughafen lief es zu Beginn überraschend reibungslos. Überladene Koffer wurden kurzerhand umgepackt und jeder konnte problemlos Einchecken. Doch dann kam es zum Security Check… Die Süßigkeiten die ich mitbringen wollte, wurden noch kurz auf Drogen überprüft, was aber gar kein Drama war, weil ich tatsächlich keine Drogen schmuggeln wollte. Sie haben jedoch meine Erdnussbutter gefunden, welche scheinbar als Flüssigkeit gilt und nicht mitgeführt werden durfte. Als ich mich auf den Tisch lehnte um besser zu verstehen was die Frau vom Security Check mir sagen wollte, schrie sie plötzlich: „DON‘T TOUCH THE BAG!“, was mich zwar ziemlich überrascht hat, aber dann doch nur eine gut nachvollziehbare Sicherheitsmaßnahme war.
Sie schlug vor zurück zum Check-In zu gehen und meinen Koffer als extra Gepäck abzugeben. Sie vermutete das es kostenlos sei, oder zumindest nicht teurer als 20$ werden würde. Meiner Meinung nach war es einen Versuch wert. Als ich dann von der Security zurück eskortiert wurde bekam ich von den anderen einen Blick zu geworfen der mir sagte: „Schon wieder eine ‚zufällige Sicherheitskontrolle‘ Kerim?“
Es war aber tatsächlich nur ein einfaches Erdnussbutterproblem. Erneut beim Check-In angelangt wurde mir dann die traurige Nachricht übermittelt, dass es 105$ kosten würde ein weiteres Gepäckstück aufzugeben. Die Dame am Schalter war jedoch daran interessiert warum ich das überhaupt vor hatte und nach dem ich ihr die Situation erklärt habe sah sie sichtlich empört aus und schlug vor mir Erdnussbutter per Post zu zusenden. Nach dem ich mich dann noch mit einigen anderen Mitarbeitern unterhalten habe, viele neue Freunde gefunden habe und meine Erdnussbutter verschenken konnte, ging es zurück zum Security Check an dem die selbe Dame wie beim ersten Mal nochmal meine Süßigkeiten auf Drogen kontrolliert hat… überraschenderweise war das Ergebnis immer noch negativ…
Aber sie guckte verwundert, denn sie entdeckte den Ahornsirup den sie wohl bei der ersten Kontrolle übersehen hatte. Leicht verängstigt, dass ich meinen Sirup auch noch verlieren könnte, sah ich mit an wie sie ihren Kollegen fragte ob der erlaubt sei. Es kam zum Glück eine positive Reaktion.
Nach dem ich mich dann noch mit ihr und ihrem Kollegen angefreundet habe und sie mir noch auf den Weg gegeben haben, dass ich mir auf jeden Fall den guten Stoff eingepackt habe machte ich mich gut gelaunt auf den Weg zum Gate. Sagen wir einfach: es war mal eine neue Methode um Zeit tot zu schlagen.

Inzwischen sind wir in Amsterdam angekommen und durften uns eine tolle imitation von Herrn Springers Koffer-Umpack-Skills, aufgeführt von Lisa, Emma & Michelle ansehen. Fotos waren leider nicht gestattet.
So langsam nähert sich unsere Reise ihrem Ende und ich denke ich kann im Namen aller sagen, dass es eine unglaubliche Reise mit tollen Gruppenaktivitäten und noch besseren Privataktivitäten war. Wir haben neue Freunde gewonnen, den amerikanischen Highschool-Spirit gelebt und unglaublich wertvolle Erfahrungen gesammelt. Zudem muss einfach gesagt werden, dass unsere Gruppe etwas besonderes ist.
Nicht nur von den Menschen, sondern auch von den äußeren Umständen her.
Einige Beispiele dafür wären, dass unsere Partnerschule zum aller ersten Mal Sieger des Minnesota State Championships geworden ist, was eine riesige Sache ist, wie man auch in Bradley’s Blog Eintrag nachlesen kann, oder dass die Schule einmal wegen eines vermeintlichen Schneestorms ausgefallen ist, was extrem selten ist und einmal auf Grund eines Stromausfalls, was angeblich noch nie zuvor passiert ist. Das sind nur ein paar der besonderen Dinge die direkt oder auch indirekt unsere Reise ausgezeichnet haben und ich bin mir sicher, dass jeder einzelne von uns noch so einiges zu erzählen hat.
An diesem Punkt freue ich mich jedoch einfach nur darauf meine Familie wieder zu sehen und warte Sehnsüchtig auf die Ankunft unserer amerikanischen Freunde.

Auf das wir noch viel mehr gemeinsam erleben!

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