Worship + Communion

Worship + Communion

Sonntag. Ende der Woche. Kirche.

Auch diesen Sonntag sollte es wieder in die Westwood Community Church gehen und wie schon im letzten Bericht geschrieben, hatte ich Lust darauf und war interessiert daran, was mich diesmal erwarten würde. An diesem Sonntag sollte es einen Gottesdienst mit Abendmahl geben und mit Spannung erwartete ich die Umsetzung in einer so großen Kirche.

Aus meiner Heimatgemeinde kenne ich es so, dass wir eine Abendmahlsrunde haben, heißt: die Gottesdienstbesucher versammeln sich im Kreis um den Altar herum und empfangen nacheinander zunächst den Leib und danach das Blut Christi. Zu der hiesigen Umsetzung später mehr.

Ankommen

Eröffnung und Anrufung

Wie schon letzte Woche gab es zunächst wieder Musik. Ob diese allerdings noch außerhalb des Gottesdienstes steht, oder schon zu diesem dazugehört, kann ich nicht eindeutig sagen. Denn selbst bei uns in der evangelisch-lutherischen Kirche gehört ja schon das Glockengeläut mit zur festen Liturgie (Grundform 1). Tendenziell würde ich also sagen, dass die Musik zum Gottesdienst gehört und die Besucher einstimmen soll. Außerdem wurde die Gemeinde bei den beiden Liedern auch dazu gebeten aufzustehen.

Den Song „Overcome“ haben wir schon in der letzten Woche gesungen/-hört, er wird jetzt an jedem Sonntag der Passionszeit (bis Ostersonntag) gesungen.

Nach den beiden Liedern gab es ein kleines Gebet und es folgten die Abkündigungen sowie das Einsammeln der Kollekte und/oder ausgefüllter Gebetsscheine (= Scheine auf denen nach einem Gebet für ein Anliegen gebeten wird s. Bild).

Das Einsammeln der Kollekte wurde durch einen weiteren Song begleitet.

Verkündigung (und Bekenntnis)

Es folgte ein kleiner Umbau auf der Bühne, während auf den beiden Leinwänden ein Video zur Einleitung des Predigtteils abgespielt wurde.

In der Predigt ging es heute, wie schon letzte Woche, um den 10x10x10 Plan. Zunächst predigte Pastor Joel K. Johnson über den genannten Plan und über verschiedene Entwicklungen hier in Westwood. Der 10x10x10 Plan sieht vor, dass in den kommenden zehn Jahren, also bis 2028,:

  • 10 weitere Westwood-Kirchen gebaut,
  • 100 Gemeinden in den Twin Cities (Minneapolis & St. Paul) geschaffen,
  • 1000 Kirchen in bisher unerreichten Gebieten der Welt gebaut werden.

Diesen Plan verband Joel mit dem folgenden Zitat:

„If your dream doesn’t scare you – it’s not big enough!“

Leider habe ich nur ein Foto mit diesem Zitat im Plural gefunden…

Im Anschluss an seinen Solo-Part bat er Pastor Zac Busch zu sich auf die Bühne (Video: 17m50s).

„You know, I feel a little like Jimmy Fallon this morning.“ – Joel K. Johnson

Zac wird Pastor in einer neuen Multisite, die im kommenden Herbst eröffnet werden soll. Zac teilte mit uns seine Geschichte: Wie kam es dazu, dass er Pastor werden wollte und wurde? Außerdem ging es ein wenig um die Frage, was braucht man um eine neue Multisite zu gründen? Wie können jetzige Gemeindemitglieder aktiv mithelfen?

Nach der Unterhaltung mit Zac bat Joel die Praktikanten auf die Bühne, die auf dem Sofa sowie auf dahinter aufgebauten Bar-Hockern Platz nahmen… tatsächlich mit einer Late-Night-Talk-Show vergleichbar! (Video: 26m30s). Mit ihnen sprach Joel darüber, was es bedeutet die nächste Generation auszubilden und was speziell ihre Vorstellungen für die Zukunft sind.

Abendmahl

Nach der Unterhaltung mit den Praktikanten gab es eine geschickt eingefädelte Überleitung zum Abendmahl, indem Joel davon sprach, dass die Praktikanten den Gottesdienstbesuchern nun das Abendmahl austeilen würden.

In meinem Kopf entstand sofort das Bild einer Wandelkommunion. Wir Teilnehmer würden uns in Schlangen zu einem der sieben Praktikanten bewegen um Leib und Blut zu empfangen… stattdessen erinnerte die Austeilung des Abendmahls ein wenig an die Handhabung in der reformierten Kirche. Die Brotschale wurde am Anfang einer Stuhlreihe angereicht und dann von Person zu Person weitergegeben, allerdings ohne Austeilungsworte. Nun stand ich da mit meinem Stück Brot in der Hand und wusste nichts damit anzufangen, zumal auch noch keine Einsetzungsworte gesprochen waren. Als nun alle Gemeindemitglieder mit Brot ausgestattet waren, nahm Joel selbst ein Laib Brot in die Hand, sprach die Einsetzungsworte, brach das Brot und verkündete zu allen Gemeindemitgliedern die Austeilungsworte. Genau so, wie kurz zuvor beim Leib Christi, verfuhren wir auch beim Blut Christi. Dies erhielten wir, gereicht auf einem vergoldeten Tablett, in kleinen Plastikbechern – trinkgerechte Portionen.

Während der ganzen Kommunion spielte die Band wieder Musik, ähnlich wie bei uns die Orgel während es Abendmahls spielt, und wurde leiser, wenn Joel zum Beispiel die Einsetzungsworte sprach.

Sendung und Segen

Nach dem Abendmahl folgte ein kleines Gebet, ein Segen und der Gottesdienst war abrupt vorbei. Hier hätte ich mir irgendwie mehr erhofft beziehungsweise gewünscht.

Abschließend kann ich aber sagen, dass mir dieser Gottesdienst doch sehr gefallen hat. Es war schön nochmal etwas anderes zu sehen und auch hier eine große Verbundenheit wahrzunehmen. Auch wenn die Gottesdienste hier anscheinend ganz ohne Vaterunser oder Glaubensbekenntnis auskommen.

Ein Gedanke zu „Worship + Communion

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